Transsexuelle und Angehörige Forum

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 Biografische Operationen Dissertation zu TS Biografien



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01.Sep 2015, 12:37
Gelesen 1388 mal

inge_55

  • Transfrau
  • *

  • 16
    Beiträge

  • aktueller zustand

Ist der Bereich "Gute Bücher" für diesen Post geeignet ? Immerhin eine Dissertation die mir bei der Lektüre nicht nur erhebliche sprachliche Verständnisprobleme beschert hat, die aber zudem auch weitaus heftigere Abwehrreaktionen hervorrufen sollte.

Die Transsexuelle als ungeliebter Frosch auf dem Seziertisch einer so gar nicht wohlmeinenden in die eigene Kompetenz verliebten grenzverletzenden Literaturwissenschaftlerin.

800 Seiten, ein Quellenfundus so umfangreich wie nur in wenigen Doktorarbeiten , mangelnden Fleiß sollte frau der Autorin zumindest nicht vorwerfen können, etliches andere schon.


https://download.digitale-sammlungen.de/BOOKS/pdf_download.pl?id=bsb00041225&nr=00001

Die Arbeit ist in der Sprach und Literaturwissenschaftlichen Fakultät der Uni Siegen erarbeitet und Sie überschreitet in unzähligen Formulierungen, Folgerungen, Beurteilungen eindeutig die Grenzen ihres Fachbereiches und plündert wahllos Psychologie, Soziologie, Historie, aus der wissenschaftlichen Neutralität heraustretend erscheint sie ideologisierend und irritierend subjektiv.

All das unter einem Sprachgebrauch der seine vermeintliche Wissenschaftlichkeit als Nebelwerfer einsetzt um die Vorurteile der Autorin durch pure Quantität zu ersticken.

Ist die Lektüre nützlich ? Sicher wenn es gilt einzelne Abschnitte und Kapitel selektiv zu lesen. Ist Sie gut für die transsexuelle Seele, ja wenn Sie als Einblick in die eigene Furcht vor Ablehnung, Misstrauen und Ächtung dienen kann. Aber Sprachwissenschaft als Waffe der eigenen Aggression gegen sein Thema einzusetzen vermittelt letztendlich keinen
Erkenntnisgewinn.  Was für ein ungeheurer Aufwand an Zeit, Fleiß , Arbeit und Worten, und der Berg gebar nicht einmal eine Maus.

Herausgekommen ist ein Fundstellenverzeichnis , eine Quellensammlung,
ein Einblick in die Ideologie der Autorin . Ein bereichender Gedanke, ein Gewinn an Erkenntnis sind mir verborgen geblieben.

Wenn wir "gutes Buch " auf "nützliches Buch "herunterbrechen dann erfüllt dieses Buch das Thema. Kann ein kaschiert transphobes Buch gut für uns sein, ja im Sinne der Reflexion aber nicht der Identifikation.

Für einen Beitrag im Wissenschaftforum ist es für mich nicht tragbar.
In den persönlichen Giftschrank kann ich es problemlos einordnen, man sollte es sich in kleinen dosen antun.
 





Dezember 2014 Vorläufige Diagnose F 64.0 LVR Klinik  Essen
Februar    2015 Erste Probation O.Wollenberg Leverkusen
August     2015 Therapiebeginn 
Januar     2016 Stimmtherapie
Mai          2016 VÄ/PÄ Verfahrenseröffnung
November 2017 PÄ Gerichtsbeschluss
Dezember 2018 GAOP in Essen bestätigt